Sprecher: Aluc
Sprache: Englisch
Link: mirror.fem-net.de
Unterhaltungswert: 1/5
Informationsgehalt: 1/5
Bonus: keinen
Nochmal?: Nein
Bewertung: Der Vortrag, der mich mit großem Abstand am meisten enttäuscht hat. Die Folien sahen weitaus weniger professionell aus als bei all den anderen Vorträgen. Ich habe auch nicht verstanden, worauf der Sprecher im Endeffekt hinaus wollte. Dass man für gutes Social Engineering viele Dinge beachten muss? Dass man seinen Kunden kennen muss? Kunden?! Falsche Zielgruppe? Leider gab es dann am Ende auch keine Q-&-A-Session, weil der Sprecher zu irgendeinem Vortrag von FX wollte. Das kommt bei mir so ein wenig so an wie: „Sorry, Leute, aber ich bin so wichtig, dass ich die Regeln machen kann, verstanden?“
Sprecher: Zoran Zarić
Sprache: Englisch
Link: mirror.fem-net.de
Unterhaltungswert: 2/5
Informationsgehalt: 5/5
Bonus: git
Nochmal?: Ja
Bewertung: git, das verteilte Versionskontrollsystem, das für die Entwicklung von Linux entwickelt wurde, hat sich großer Beliebtheit erfreut und es verwundert auch nicht, dass es die Idee gibt git für Backups zu verwenden. Der Vortrag von Zoran hat sehr schön demonstriert wie man git dazu bekommt für Backups geeigneter zu sein und es sah auch durchaus so aus, dass ein Großteil des Publikums Interesse an dieser Technologie hat. Ich bin weit davon entfernt ein Experte auf diesem Gebiet zu sein, aber von all den Dingen, die in bup eingebaut werden, frage ich mich, ob das Backup nicht Schaden nimmt, wenn der Bloomfilter ein falsch-positives Ergebnis liefert.
Sprecher: Martin Wundram
Sprache: Deutsch
Link: mirror.fem-net.de
Unterhaltungswert: 4/5
Informationsgehalt: 5/5
Bonus: siezt das Publikum
Nochmal?: Ja
Bewertung: Martin hat diesen Vortrag extrem trocken angefangen, es hatte den Anschein, dass er alles sehr genau machen will, um eine hohe Qualität zu gewährleisten. Zu diesem Zeitpunkt war ich jedoch skeptisch, ob das was wird oder nicht. Er hat mich dann aber vom Gegenteil überzeugen können. Er hat ein großes Wissen über Forensiktools und hat erstaunlich einfache Sicherheitslücken live demonstriert. Sicherheitslücken, die so gravierend sind, dass man als Täter problemlos Dinge vor dem Forensiker verstecken kann, wenn man in seiner Registry nur an den richtigen Stellen die öffnenden und schließenden Teile eines HTML-Kommentars schreibt… Die trockene und seriöse Art haben den OMFGWTFBBQ-Effekt nur noch verstärkt. Es wurde jedenfalls deutlich, dass in der Forensiksoftware-Sparte das Thema Sicherheit bei Weitem noch nicht ein so wichtiges Thema ist wie es sein sollte, was sehr erschreckend ist, wenn man sich vorstellt, dass auf Basis von Untersuchungen mit solchen Tools Urteile gefällt werden.
Sprecher: Kay Hamacher
Sprache: Englisch
Link: mirror.fem-net.de
Unterhaltungswert: 1/5
Informationsgehalt: 3/5
Bonus: ODEs
Nochmal?: Nein
Bewertung: Kay schaut sich an, wie Julian Assange den Effekt von Leaking beschreibt und stellt fest, dass dieser Erklärung eine viel zu einfache Vorstellung von Biologie zugrundeliegt. Diese erweitert er Schritt für Schritt und stellt in seinen Modellbetrachtungen durch Simulation fest, dass zwei Verschwörungen, die sich gegenseitig bekämpfen, besser sind als eine mächtige Verschwörung. Er stellt noch andere Dinge fest, aber das Problem ist, dass man zur vernünftigen Abbildung aller Beteiligter und deren Beziehungen zueinander viele voneinander unabhängige Variablen bräuchte. Das würde allerdings zu so vielen Freiheitsgraden führen, dass jedes Ergebnis denkbar wäre und eine Simulation lange dauern würde. Nur… genau das ist aber, was auch in der Wirklichkeit stattfindet: wir haben viel zu viele Variablen, deren Wert wir noch dazu nicht einmal kennen, um mit solchen Modellen weiterkommen zu können. Von daher lehne ich es auch ab auf Basis solcher Modelle zu diskutieren. Das bringt eben einfach nichts.
Sprecher: Felix von Leitner, Frank Rieger
Sprache: Deutsch
Link: mirror.fem-net.de
Unterhaltungswert: 5/5
Informationsgehalt: 1/5
Bonus: Intro
Nochmal?: Ja
Bewertung: Gedacht als pure Spaßveranstaltung hat der Fnord-Jahresrückblick all meine Erwartungen erfüllt und hat durch die anfänglichen Tonprobleme sogar noch mehr Spaß gemacht. Und auch nur 30 min überzogen ^^ Schade, dass es das Intro am Ende nicht nochmal gab :(