Wortspiel II: Cybersex
Oral-, Anal- und Vaginalverkehr (und was es sonst noch gibt). Aber wie nennt man das beim Cybersex?
Oral-, Anal- und Vaginalverkehr (und was es sonst noch gibt). Aber wie nennt man das beim Cybersex?
Wird endlich Zeit, dass ich hier mal eine eigene Kategorie nur für Wortspiele aufmache. Bin mal gespannt, wann mir die römischen Zahlen ausgehen xD Die Antwort befindet sich im Quelltext als HTML-Kommentar direkt nach dem Wortspiel. Sogar auch extra mit Erklärung ;X
Wie nennt man das, wenn man einer Leiche Geld via flattr zukommen lässt?
Adjektiv; Zustand, in dem der starke Wunsch verspürt wird ein bestimmtes Spiel, in der Regel ein Computerspiel, zu spielen
Handies sind ja an und für sich ziemlich unnütz. Und wenn ich das „modernen“ Menschen sage, kommen die dann immer mit dem Totschlagargument: „Aber im Notfall bist du froh, wenn du eins hast!“ Nun, das ist wohl wahr und das kann ich auch nicht abstreiten. Allerdings stellt sich mir dann die Frage, weshalb die Leute ihre mobilen Nervtöter bei jeder sich bietenden Gelegenheit benutzen müssen. Sind das etwa alles Notfälle? Habe ich eine verzerrte Sicht auf die Welt, dass ich das nicht für Notfälle halte? Zudem bin ich im Notfall auch froh, wenn mir eine idiotensichere Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Meisterung des Notfalls vor die Füße fällt, trotzdem habe ich sowas nicht dauernd bei mir!
Und dann gibt es ja auch noch diese unsägliche SMS-Seuche. Ja, auch SMS sind sinnvoll beziehungsweise lassen sich sinnvoll nutzen. Ist praktisch, wenn man nicht reden möchte oder kann oder nur sehr wenige Informationen übermittelt werden müssen. Aber zu welchem Preis denn bitte? Bei dem Handy, das ich nutze, wenn es denn mal sinnvoll ist, kostet eine SMS 15 ct. Und das für 160 Zeichen?! Selbst 1 ct wäre schon viel. WTF, das ist doch der totale Wucher! Allein eine stinknormale E-Mail hat schon ein Vielfaches davon allein an Headerdaten und die kosten mich absolut nichts!
„Aber du hast deine E-Mail nicht unterwegs!“ Ja, nein, stimmt schon. Handies sind halt einfach zu 99,9 % unnütz, aber eine Funktion haben die vor einiger Zeit bekommen, die die echt total interessant macht und dabei handelt es sich um: Mobiles Internet mit vernünftigen Geschwindigkeiten (ab 512 ↧/16 ↥ kbit/s)! Und weil diese verkrüppelten Computer sowieso nicht mit einem richtigen Computer mithalten können, kann man die immerhin noch benutzen, um über diese ins Internet zu gehen. Und um meine Abneigung gegenüber Handies zum Ausdruck zu bringen, bezeichne ich diese Geräte, sofern sie überhaupt geeignet sind, um damit ins Internet gehen zu können, als „Tethering Devices“. Als „Tethering“ bezeichnet man die Nutzung des Handies, um damit einem anderen Gerät die Internetverbindung zur Verfügung zu stellen.
Bleibt nur noch die Frage, wieso ich dann noch kein Tethering Device habe! Und die Antwort ist simpel: Wenn ich mit einem Tethering Device ins Internet gehen wollen würde, würde ich meinen Heim-DSL-Anschluss kündigen, will ja schließlich nicht doppelt zahlen für die Leistung „Internet“. Aber da machen mir die Anbieter mobilen Internets einen gewaltigen Strich durch die Rechnung: Nicht nur, dass der Ausbau inakzeptabel schlecht ist (wer hat denn wirklich Lust darauf aus dem Chat rauszufliegen, weil man auf der Bahnfahrt in ein Funkloch gekommen ist?), noch dazu sind auch die angebotenen Tarife ein Super-GAU.
Da kriegt man dann für ein paar GiB pro Monat die volle Geschwindigkeit beziehungsweise die höchste aktuell mögliche der bis-zu-Geschwindigkeit! Und wenn man dann mehr verbraucht hat, wird man heruntergestuft auf unglaublich beschränkte 56 kbit/s. Das ist also 56k-Modemgeschwindigkeit, im Jahre 2010… Was denken sich die Macher solcher Tarife eigentlich? Angeblich soll das ja sogar mal so angefangen haben, dass die Tarife erst komplett ohne Volumenbegrenzung waren und die Leute haben das dann natürlich wörtlich genommen und das Tethering Device genutzt, um den Heiminternetzugang zu ersetzen. Daraufhin haben die Mobilinternetanbieter dann gemerkt, dass, wenn zu viele Nutzer dieser Art in einer Funkzelle versammelt sind, die verfügbare Kapazität schnell ausgeschöpft ist. Ja, damit hätte man jetzt auch echt nicht rechnen können!
Aber gut, selbst wenn ich da jetzt einen Tarif mit 10 GiB pro Monat nehmen würde und damit zufrieden wäre, gäbe es da noch mindestens ein weiteres Problem: Bestimmte Internetnutzungsmöglichkeiten wie Voice-over-IP oder Filesharing sind grundsätzlich verboten. Das heißt, dass man nur so eine Art „Internet light“ bekommt. Aber immerhin ist es gestattet E-Mails zu verschicken, dann muss man sich nicht mehr mit diesen steinzeitmäßigen SMS rumquälen und kann das dann auch wenigstens alles fein verschlüsseln.
Alles in allem ist Tethering eine tolle Idee, weil man immer noch ein Handy für die 0,01 % der Fälle, in denen es sinnvoll einsetzbar ist, dabei hat und gleichzeitig jederzeit ins Internet gehen kann.
Im Masterkurs gibt es jetzt ja eine größere Zahl an Präsentationen und da der Großteil der Studenten aus Deutschen besteht, hört man nur selten perfektes Englisch. Was mir aber bei vielen Vorträgen jetzt schon aufgefallen ist, ist fehlende sprachliche Gewandtheit: Wie für so einen Vortrag üblich, gibt es neben der ersten Folie eine oder zwei Folien mit dem Inhalt des Vortrags. Und einer der am häufigsten benutzten Satzfetzen in diesem Zusammenhang ist: „I tell you something about …“ Und das klingt sowas von grottig nach einem dieser Halbsätze, die man irgendwann in der Schule mal auswendig gelernt hat als „Präsentationsvokabular“ und jetzt bei jeder sich bietenden Gelegenheit einbaut. Und das ist ein Problem, denn je öfter man dieses Konstrukt verwendet, umso häufiger werden die damit verbundenen Hirnwindungen benutzt und gestärkt, sodass es immer mehr zu einer Angewohnheit wird sich so auszudrücken statt aktiv über das Gesagte nachzudenken und vielleicht doch mal ein klein wenig Variation einzubauen.
Dicht gefolgt wird das Ganze übrigens vom Wort „important“. Egal wie unbedeutend das behandelte Nischenthema auch sein mag, es muss immer irgendwie ausgesagt werden, dass es „important“ ist. Nun ist die Behauptung etwas wäre wichtig ja absolut bedeutungslos, da fehlt eindeutig eine Begründung, aber viel zu oft, wenn diese nachgeliefert wird, hört sich das entweder hanebüchen oder konstruiert an. Soweit ich mich erinnern kann, verzichte ich größtenteils auf den Gebrauch von „important“, wohl auch, weil das eine eher abstoßende und das Thema langweilig-machende Wirkung auf mich hat. Ein Beispiel aus dieser Woche: Es gab diese Woche Vorträge unter anderem zu Drug Delivery Systems, also Mitteln und Wegen wie man eine Medizin in den Körper und da dann dorthin bringt, wo sie benötigt wird. Bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich meine es war so, dass eine Frage aus dem Publikum kam, die darauf abzielte, weshalb man denn für Diabetiker an einer Lösung arbeitet, die ohne Injektionen auskommt. Und dann war es natürlich total important, dass man nicht mehr spritzen muss, weil ja die armen Patienten das nicht so mögen. Das stimmt natürlich, sich spritzen ist nervig und kostet auch Überwindung und wenn man zu oft an einer Stelle spritzt, hat das ja auch optische Effekte, aber dennoch: Der Patient sollte nicht zu sehr mit Samthandschuhen angefasst werden, denn die Alternative zu Spritzen lautet Hyperglykämie und all die Effekte, die sich daraus ergeben können wie Retinopathia diabetica oder diabetischem Fuß. Und dann frage ich mich wie „important“ dem Patienten der Erhalt seiner Mobilität und sinnlichen Wahrnehmung ist verglichen mit dem Nachteil des Spritzens. Das ist auch der Grund, weshalb ich die Begründung, weshalb die Entwicklung „important“ sein soll, für konstruiert halte.
Und leider treffe ich viel zu oft auf solche Begründungen, die meiner Meinung nach einfach nur dahingesagt sind :( Ich sage ja nicht, dass der Grund nicht stimmt, aber der Grund ist einfach viel zu schwach. Wenn man durch das Spritzen nach jeder dritten Injektion für eine Stunde gelähmt wäre und das in der neuen Darreichungsform nur noch 10 Minuten wären, das wäre etwas, bei dem ich zustimmen würde, dass es sinnvoll ist, sowas zu entwickeln.