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	<title>Kreuvfs Allerweltsblog &#187; Medizin (Sonstiges)</title>
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		<title>Suckrotan</title>
		<link>http://blog.kreuvf.de/2010/05/17/suckrotan/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 17:15:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kreuvf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Firma Reckitt Benckiser ist Hersteller des &#8222;Sagrotan Hygienespray&#8220;, welches ich im folgenden ein wenig näher bashen beschreiben möchte.
Preise im Vergleich
Beim &#8222;Sagrotan Hygienespray&#8220; handelt es sich um eine 250-ml-Sprühflasche mit Desinfektionsmittel. Verglichen mit &#8222;richtigen&#8220; Desinfektionsmitteln wie ich sie aus dem Labor kenne, fällt direkt auf, dass Sagrotan unverschämt teuer ist:


Sagrotan Hygienespray (250&#160;ml)
23,00&#160;&#8364; pro l1


Handdesinfektionsmittel Sterillium [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Firma Reckitt Benckiser ist Hersteller des &bdquo;Sagrotan Hygienespray&ldquo;, welches ich im folgenden ein wenig näher <del>bashen</del> beschreiben möchte.</p>
<h4>Preise im Vergleich</h4>
<p>Beim &bdquo;Sagrotan Hygienespray&ldquo; handelt es sich um eine 250-ml-Sprühflasche mit Desinfektionsmittel. Verglichen mit &bdquo;richtigen&ldquo; Desinfektionsmitteln wie ich sie aus dem Labor kenne, fällt direkt auf, dass Sagrotan unverschämt teuer ist:</p>
<table>
<tr>
<td>Sagrotan Hygienespray (250&nbsp;ml)</td>
<td>23,00&nbsp;&euro; pro l<sup>1</sup></td>
</tr>
<tr>
<td>Handdesinfektionsmittel <a href="http://de.vwr.com/app/catalog/Product?article_number=115-4002" hreflang="de" title="Handdesinfektionsmittel, Sterillium">Sterillium (1&nbsp;l)</a></td>
<td>10,00&nbsp;&euro; pro l</td>
</tr>
<tr>
<td>Schnelldesinfektionsmittel <a href="http://de.vwr.com/app/catalog/Product?article_number=148-4148" hreflang="de" title="Desinfektionsmittel, Bacillol AF">Bacillol AF (1&nbsp;l)</a></td>
<td>7,53&nbsp;&euro; pro l</td>
</tr>
<tr>
<td>Flächendesinfektionsmittel <a href="http://de.vwr.com/app/catalog/Product?article_number=BRAU18884" hreflang="de" title="Flächendesinfektionsmittel Hexaquart Plus">Hexaquart Plus (1&nbsp;l)</a></td>
<td>18,90&nbsp;&euro; pro l</td>
</tr>
</table>
<p><sup>1</sup> gekauft im dm, beim REWE gab&#8217;s das für 5,99&nbsp;&euro;/250&nbsp;ml<br />
*hust* Kein Kommentar :X <!-- Okay, doch, einen, aber nur ein HTML-Kommentar xD: Die entsprechend kleineren Versionen der anderen Desinfektionsmittel sind durchweg ebenfalls günstiger als Sagrotan --></p>
<h4>Inhaltsstoffe: Ja, haben wir</h4>
<p>Über preisliche Unterschiede kann man auch hinwegschauen, also mal einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen: &bdquo;Sagrotan Hygienespray&ldquo; enthält pro 100&nbsp;g 20&nbsp;g Ethanol, 19&nbsp;g 2-Propanol und &bdquo;Desinfektionsmittel&ldquo; und &bdquo;Duftstoffe&ldquo;. Diese Angaben sind mir zu ungenau, also auf der <a href="http://www.rbeuroinfo.com/" hreflang="en" title="Reckitt Benckiser Product Information Website">darunter angegebenen Seite</a> mal nachschauen: Mhh, also die <em>Seite ist schonmal direkt schlecht</em>, weil man nur mit JavaScript ans Ziel kommt. Hat man dann die Auswahl, so sieht man, dass es drei verschiedene Artikel gibt, die irgendwie passen könnten: &bdquo;Sagrotan Hygiene Spray (Pumpspray)&ldquo;, &bdquo;Sagrotan Hygiene-Spray Aerosol&ldquo; und &bdquo;Sagrotan Hygiene-Spray Pump&ldquo;. Ich nehme mal ersteres und erhalte dann sogar eine gleichzeitig <em>informationsreichere und informationsärmere Zusammensetzung</em> präsentiert: &bdquo;Aqua&ldquo;, &bdquo;Alcohol Denat.&ldquo;, &bdquo;Isopropyl Alcohol&ldquo;, &bdquo;Citric Acid&ldquo;, &bdquo;Sodium C14-17 Alkyl Sec Sulfonate&ldquo; und &bdquo;Parfum&ldquo;. Falls da jetzt wer die Mengenangaben vermisst: Die stehen da nicht 8). FAIL.<br />
Ganz anders ist da Sterillium: Auf der Herstellerseite gibt es eine <a href="http://www.bode-chemie.de/produkte/haende/produktblaetter/sterillium.pdf" hreflang="de" title="Produktinformationen zu Sterillium">PDF, die nicht nur detailliert und auf Deutsch beschreibt wie gut es gegen was wirkt, nein, es finden sich sogar sehr detaillierte Angaben zur Zusammensetzung</a><!-- falls mir jetzt wer vorwerfen möchte, dass ich ja total doof bin, wenn ich da ein Handdesinfektionsmittel mit Sagrotan vergleiche, dann braucht sich dieser jemand nur die entsprechenden PDFs zu den anderen oben genannten Produkten anzuschauen und wird feststellen, dass die auch alle ausführlicher sind als Suckrotan :X-->:</p>
<blockquote><p>
100&nbsp;g Lösung enthalten: Wirkstoffe: Propan-2-ol 45,0&nbsp;g, Propan-1-ol 30,0&nbsp;g, Mecetroniumetilsulfat 0,2&nbsp;g. Sonstige Bestandteile: Glycerol 85&#8239;%, Tetradecan-1-ol, Duftstoffe, Patentblau V 85&#8239;%, Gereinigtes Wasser.
</p></blockquote>
<h4>Werbetextfail</h4>
<p>Jetzt mal ganz abgesehen von Produkteigenschaften und Preis, es gibt da noch andere Dinge, die ebenfalls schwer wiegen: Liest man sich die auf der Flasche aufgedruckte Beschreibung durch, gegen welche Bakterien &bdquo;Sagrotan Hygienespray&ldquo; wie gut wirkt, so stellt man fest, dass die ja <em>nicht mal in der Lage sind die Mikroorganismen richtig zu schreiben</em>: So wirke &bdquo;Sagrotan Hygienespray&ldquo; etwa gegen Salmonella cholerasuis (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Salmonella_choleraesuis" hreflang="de" title="Salmonella choleraesuis" rel="nofollow">Salmonella choleraesuis</a>) und Pseudomonas aeroginosa (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pseudomonas_aeruginosa" hreflang="de" title="Pseudomonas aeruginosa" rel="nofollow">Pseudomonas aeruginosa</a>), womit es Reckitt Benckiser tatsächlich schafft die <em>Hälfte aller angegebenen Mikroorganismen falsch</em> zu schreiben. Normalerweise, das heißt, wenn ein Durchschnittsmensch so einen Fehler machen würde, könnte ich darüber hinwegsehen<!-- WER HAT DA JETZT GERADE GELACHT? -->, aber in diesem Fall rühmt sich die Marke ja förmlich damit sich mit Bakterien so gut auszukennen! Also mal kurz zusammengefasst: Da verkauft eine Firma ein Produkt gegen Bakterien, Pilze und Viren und kriegt es nicht mal auf die Reihe die <em>auf Laien beeindruckend wirkenden Stammbezeichnungen</em> irgendwelcher Bakterien richtig zu schreiben. Der Laie merkt&#8217;s ja eh nicht.<br />
Aber um es mit den Worten des <a href="http://failblog.org/" hreflang="en" title="FAIL Blog: Epic Fail Funny Pictures and Funny Videos of Owned, Pwned and Fail Moments">Failblog</a> zu sagen: &bdquo;But wait! There&#8217;s more fail!&ldquo; Miauz, genau!<!-- sorry, diese Pokemonanspielung wollte ich schon seit Ewigkeiten bringen xD --></p>
<h4>Anti-Mikroorganismen-Propaganda</h4>
<p>Auf der Flasche selbst ist neben dem Bakterienrechtschreibungsverkacker und der sehr begrenzten Inhaltsstoffinformation noch ein <em>toller Propagandatext</em>: &bdquo;Die Anzahl der Bakterien kann sich in 20 Minuten verdoppeln.&ldquo; ist der erste Satz. Und, öh, ja, stimmt, aber hat absolut nichts mit realistischen Wachstumsbedingungen zu tun. E. coli lässt sich in einem Bioreaktor unter <em>optimalen</em> Bedingungen in etwa 20&nbsp;min verdoppeln, aber das war&#8217;s auch schon. In realistischen Umgebungen finden Bakterien wahrscheinlich nie diese optimalen Bedingungen und selbst wenn, dann sind die Nährstoffe übelst schnell aufgebraucht und dann kommt noch hinzu, dass verschiedene Bakterien (und andere Mikroorganismen) um die Nährstoffe konkurrieren und sich sogar gegenseitig umbringen können. Also ist der Einstieg gleich krasseste Panik/Meinungsmache, <em>Goebbels wäre stolz</em>! Ich frage mich ja manchmal echt, was die Leute, die sowas in großen Mengen kaufen und zuhause einsetzen, machen würden, wenn man Ihnen zeigte, dass auf deren gesamter Haut unzählige Mikroorganismen wohnen und wir das sogar auch tatsächlich brauchen.<br />
Aber der zweite Satz geht ja gleich noch besser weiter: &bdquo;Vertrauen Sie dem Schutz von Sagrotan.&ldquo; Wenn mich jemand dazu auffordert ihm zu vertrauen, erreicht er damit das Gegenteil und ich wüsste bislang <em>keinen Grund Sagrotan auch nur irgendwie zu vertrauen</em>: Die brauen da irgendwas zusammen, sagen mir nicht, was drin ist und kriegen es nicht mal auf die Reihe ihre Mikroviecher richtig zu schreiben. Wo soll da Vertrauen herkommen? FAIL.</p>
<p>Ein weiterer Punkt ist, dass durch die <em>ausschließliche Beschreibung pathogener Keime</em> der falsche Eindruck erweckt wird sämtliche Mikroorganismen wären auch gleichzeitig Krankheitserreger und hochgefährlich. Die Wirklichkeit sieht auch hier anders aus: Der <em>Großteil (99+&#8239;%<sup>2</sup>) an Mikroorganismen ist absolut harmlos</em> für den Menschen und selbst eine pauschale Nennung von E. coli als Erreger ist nicht korrekt: Von all den Escherichia-coli-Stämmen weltweit ist nur eine überschaubare Zahl ernsthaft gefährlich für den Menschen, zum Beispiel E. coli O157:H7. Und die E.-coli-Stämme, die in unseren Gedärmen leben und in der Lage sind krankheitserregend zu wirken, falls sie an anderer Stelle als im Darm sind, werden durch Sagrotan sowieso nicht getötet, da hoffentlich niemand auf die Idee kommt sich diesen Chemiecocktail tatsächlich in den Darm zu spritzen. Journalistisch betrachtet würde ich Reckitt Benckiser an dieser Stelle eine <em>unausgewogene Darstellung</em> vorwerfen, die unnötig Ängste schürt. Da ich das hier allerdings nicht wirklich als Journalismus betrachte, gibt es nur ein weiteres FAIL.<br />
<sup>2</sup> eigene Schätzung</p>
<h4>Einsatzzweck?</h4>
<p>Ganz abgesehen von all diesen Punkten ist es ja sowieso absolut nicht empfehlenswert in den eigenen vier Wänden routinemäßig alles zu desinfizieren: Wir sind Menschen und wir leben seit Jahrtausenden damit, dass Mikroorganismen um uns herum sind. Einer Untersuchung zufolge befinden sich sogar <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2006-12/dbnl-sft121906.php" hreflang="en" title="Study finds air rich with bacteria">rund 1.800 Bakterientypen<!-- was auch immer in diesem Zusammenhang mit "Typen" gemeint ist XD --> in der Luft</a>. Und davon sind in der Regel nur sehr, sehr, sehr wenige überhaupt pathogen, also auch absolut gar kein Grund da immer einen <em>Bakterienholocaust</em> zu veranstalten!</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Aufgrund der vielen Kritikpunkte werde ich <a href="http://blog.kreuvf.de/2007/10/06/gesundheitstipp-zu-sagrotan/" title="Gesundheitstipp zu Sagrotan" hreflang="de">Sagrotan</a> von nun an nur noch &bdquo;Suckrotan&ldquo; nennen. Das Produkt an und für sich hatte ich mir ja sowieso nur als Gag gekauft und immerhin dürfte es sich als nützlich erweisen, wenn es mal tatsächlich sinnvoll ist etwas zu desinfizieren. Über die Desinfektionseigenschaften kann ich in Ermangelung eines entsprechenden Labors natürlich nichts sagen. Falls da draußen jemand bereit ist mir ein solches Labor auf Lebenszeit ohne Gegenleistung zur Verfügung zu stellen, nur her damit ;)</p>
<h4>Bearbeitungshistorie</h4>
<p>2010-05-18: Abschnitt &bdquo;Anti-Mikroorganismen-Propaganda&ldquo; erweitert um die Beobachtung, dass die ausschließliche Beschreibung von Bakterien als Pathogene eine sehr stark verzerrte Sicht auf die Wirklichkeit ist</p>
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		<item>
		<title>Lieblingskrankheitserreger</title>
		<link>http://blog.kreuvf.de/2010/04/16/lieblingskrankheitserreger/</link>
		<comments>http://blog.kreuvf.de/2010/04/16/lieblingskrankheitserreger/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 18:28:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kreuvf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin (Sonstiges)]]></category>

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		<description><![CDATA[Bin damit in letzter Zeit einigen Leuten ein wenig auf den Geist gegangen und nachdem der erste und einzig echte Treffer auf Google derzeit der folgende ist:

Hip Hop (Krankheit) – Stupidedia
Sie laden fröhlig und munter ihre &#8220;coolen&#8221; Klingeltöne ihrer Lieblingskrankheitserreger runter oder gönnen sich auch mal einen PartnerTracker oder Programme &#8230;
www.stupidedia.org/stupi/Hip_Hop_(Krankheit) &#8211; Im Cache

muss ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bin damit in letzter Zeit einigen Leuten ein wenig auf den Geist gegangen und nachdem der erste und einzig echte Treffer auf Google derzeit der folgende ist:</p>
<blockquote><p>
Hip Hop (Krankheit) – Stupidedia<br />
Sie laden fröhlig und munter ihre &#8220;coolen&#8221; Klingeltöne ihrer Lieblingskrankheitserreger runter oder gönnen sich auch mal einen PartnerTracker oder Programme &#8230;<br />
www.stupidedia.org/stupi/Hip_Hop_(Krankheit) &#8211; Im Cache
</p></blockquote>
<p>muss ich da einschreiten, denn was ein ordentliches Allerweltsblog ist, hat natürlich auch absolut sinnfreie Erstplatzierungen oder strebt diese wenigstens an. <!-- und wehe, die will mir wer streitig machen! ;) --></p>
<p>Eindeutig auf Platz 1 ist für mich ja <em>Naegleria fowleri</em>. Allein schon die Beschreibung &bdquo;brain-eating amoeba&ldquo; ist einfach nur highend-cool, auch wenn die Infektion damit bei House deutlich anders dargestellt wurde als sie sich in Wirklichkeit verhalten soll. Zudem ist es einfach nur toll, dass da mal eine Amöbe böse ist und nicht nur immer Bakterien und Viren, vor denen einige ja total die Angst haben und alles und jeden mit <a href="http://blog.kreuvf.de/2007/10/06/gesundheitstipp-zu-sagrotan/" title="Gesundheitstipp zu Sagrotan" hreflang="de">Sagrotan</a> behandeln wollen. :D</p>
<p>Platz 2 gehört <em>Trypanosoma brucei</em>, ein Parasit, der die tropische Schlafkrankheit verursacht. Wie cool: Schlafen als Krankheit! :D Ist sicher auch in unseren Breiten verbreitet, wenn ich da so an bestimmte Lehrer denke ;) Interessant auch vor allem deswegen, weil Infektionen damit an Rindern mit Ethidiumbromid behandelt werden und Molekularbiologen im Labor ja immer so täten als wäre Ethidiumbromid total übel tötend, mutagen, kanzerogen, teratogen und was weiß ich nicht noch alles, was halt in der Realität schon teilweise sehr krasse Blüten treibt. Klar, Chemikalien niemals unterschätzen, aber wie Ethidiumbromid teilweise beschrieben wird, würde ich mal behaupten, dass man das gar nicht überschätzen kann, weil das ja so gefährlich ist. Wie gesagt, wird als Medikament benutzt gegen Trypanosomeninfektionen und das auch in vernünftigen (<abbr title="also known as">aka</abbr> wirksamen ;X) Dosen<!-- wer hier einen Seitenhieb gegen die Verdünnungstherapeuten.. ähm.. Homöopathen findet, kann den Text korrekt interpretieren! -->. Und wieder mal weder Bakterium noch Virus, also schonmal gleich mehr Punkte auf der Coolness-Skala, aber halt als Parasit noch zu gewöhnlich, um gegen eine Amöbe anzustinken! :D</p>
<p>Auf Platz 3 kommt dann <em>Treponema pallidum</em>, liest sich zwar so ähnlich wie Platz 2, ist aber ein Bakterium. Und zwar handelt es hierbei um den Erreger der Syphilis und das ist ja auch mal eine total coole Krankheit, vor allem wegen der vielen verschiedenen Stadien und den interessanten Symptomen. Und obwohl es ein Bakterium ist, kriegt es einen Bonus, da es zu den Spirochäten gehört, das sind so spiralig gekrümmte Bakterien und das gibt halt Style-Punkte! 8)</p>
<p>So, damit ist meine Top 3 der Lieblingskrankheitserreger komplett, vielleicht kommen ja ein paar coole Menschen <!-- wer hierauf anspringt, ist per definitionem cool ;) --> auf die Idee eigene Ranglisten zu erstellen, sodass ich dann noch ein paar neue Krankheitserreger theoretisch kennenlerne. 8)</p>
<p>Hinweis: Krankheitserreger ungleich verursachte Krankheit, damit da nicht jemand kommt und &bdquo;Pest&ldquo; als coolen Krankheitserreger deklarieren will, denn das ist die Krankheit, nicht der Erreger ;)</p>
<p>Hinweis 2: Ich schreibe die Viecher da absichtlich nicht kursiv, mir zu viel Aufwand da jetzt in die <abbr title="Cascading Stylesheet">CSS</abbr>-Datei zu gehen und eine Klasse für Viechernamen anzulegen ;)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Spiritualität ist Hirnschaden</title>
		<link>http://blog.kreuvf.de/2010/02/11/spiritualitat-ist-hirnschaden/</link>
		<comments>http://blog.kreuvf.de/2010/02/11/spiritualitat-ist-hirnschaden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 17:22:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kreuvf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin (Sonstiges)]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales Umfeld]]></category>

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		<description><![CDATA[Jaja, ist natürlich böse übertrieben und unzulässig gekürzt, aber wo bliebe denn sonst der Spaß? ;X
Es gibt da eine aktuelle Studie, die untersucht hat, worauf Spiritualität neuronal basiert. Dazu haben die Leute betrachtet, denen man am Hirn rumoperiert hat. Die haben da genauer gesagt die sogenannte Selbstranszendenz vor und nach Hirnoperation untersucht. Was das sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jaja, ist natürlich böse übertrieben und unzulässig gekürzt, aber wo bliebe denn sonst der Spaß? ;X</p>
<p>Es gibt da eine aktuelle Studie, die untersucht hat, worauf Spiritualität neuronal basiert. Dazu haben die Leute betrachtet, denen man am Hirn rumoperiert hat. Die haben da genauer gesagt die sogenannte <em>Selbstranszendenz vor und nach Hirnoperation untersucht</em>. Was das sein soll?</p>
<blockquote><p>
[...] is thought to be a measure of spiritual feeling, thinking, and behaviors in humans. ST reflects a decreased sense of self and an ability to identify one&#8217;s self as an integral part of the universe as a whole. [...]
</p></blockquote>
<p>Also, irgendsoein Maß zur Abschätzung wie sehr man sich als Bestandteil des Universums und nicht als Individuum fühlt. Jo, das passt IMHO zu Spiritualität. Wenn die Leute dann immer behaupten sie wären im Gleichgewicht mit ihrer Umwelt. Das kann natürlich nicht sein, denn wären sie im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichgewicht_%28Physik%29#Thermodynamik" hreflang="de" title="Gleichgewicht (Physik), Thermodynamik" rel="nofollow">Gleichgewicht</a>, so müssten sie tot sein. Überhaupt funktioniert &bdquo;Leben&ldquo;&nbsp;&ndash; wie auch immer man das definieren mag &ndash;&nbsp; ja sowieso nur dank Ungleichgewichten. Und der Grund dafür, dass es Leben gibt, also der Sinn des Lebens, ist auch ganz einfach erklärt: <em>Leben ist thermodynamisch begünstigt</em>! Ansonsten würden andere Reaktionen eben schneller ablaufen.</p>
<p>Aber gut, zurück zum interessanten Teil: Die haben also geschaut wie hoch die Selbsttranszendenz bei den Leuten mit Hirntumor ist, haben die dann operiert, wieder geschaut wie hoch die Selbsttranszendenz ist und geguckt, welche beschädigten Hirnregionen jetzt für eine Veränderung gesorgt haben. Und die spannende Frage ist ja jetzt, was die da gefunden haben:</p>
<blockquote><p>
The group found that selective damage to the left and right posterior parietal regions induced a specific increase in ST.
</p></blockquote>
<p>Also irgendsoeine Region im Hirn hat bei Schädigung dafür gesorgt, dass es einen Anstieg an Selbsttranszendenz gibt.</p>
<p><abbr title="quod erat demonstrandum">q. e. d.</abbr> <em>Spiritualität ist Hirnschaden</em>! :X</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-02/cp-sbd020510.php" title="Selective brain damage modulates human spirituality" hreflang="en">Selective brain damage modulates human spirituality</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Grippepropaganda</title>
		<link>http://blog.kreuvf.de/2009/11/10/grippepropaganda/</link>
		<comments>http://blog.kreuvf.de/2009/11/10/grippepropaganda/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 20:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kreuvf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin (Sonstiges)]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales Umfeld]]></category>

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		<description><![CDATA[Die böse Schweinegrippe ist überall und wir werden alle sterben. Immerhin hat die Evolution dann wieder mal ein wenig Spielraum und kann natürliche Auslese betreiben, ist ja auch echt nervig seit die Medizin immer weiter fortgeschritten ist, überaltert die Gesellschaft und das führt natürlich zur schlimmsten aller Krankheiten: Schwarze Pest.
Aber zum Thema: Auf der Seite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die böse Schweinegrippe ist überall und wir werden alle sterben. Immerhin hat die Evolution dann wieder mal ein wenig Spielraum und kann natürliche Auslese betreiben, ist ja auch echt nervig seit die Medizin immer weiter fortgeschritten ist, überaltert die Gesellschaft und das führt natürlich zur schlimmsten aller Krankheiten: <a href="http://www.cdu.de/" rel="nofollow" title="Homepage der Schwarzen Pest aka Christlich-&quot;Demokratische&quot; Union">Schwarze Pest</a>.</p>
<p>Aber zum Thema: Auf der <a href="http://blog.kreuvf.de/wp-content/uploaded/2009/11/HSMA_1_cropped.png" title="Startseite der Hochschule (2009-10-11)">Seite meiner Hochschule</a> wird auch brav mitgemacht, wenn es darum geht Panik zu machen. Auf der rechten Seite der Startseite befindet sich ein <a href="http://blog.kreuvf.de/wp-content/uploaded/2009/11/HSMA_2_cropped.png" title="Grippeinfoseite (2009-10-11)">Link zu einer Seite, die einem erklären soll wie man sich denn vor der Grippe schützen kann</a>. Daran habe ich auch nichts auszusetzen, also, wenn es immer an dieser Stelle diesen Link (mit anderem Verweistext natürlich) gäbe. Aber scrollt man ein wenig weiter, so entdeckt man einen Link auf eine <em><abbr title="Robert-Koch-Institut">RKI</abbr>-PDF</em> mit dem Titel <em>&bdquo;Selbstverteidigung gegen Grippe&ldquo;</em>. Allein der Titel ist ja schon schlimm, aber der Inhalt überzeugt durch mindestens eine gewohnt seriöse Aussage vom <abbr title="Robert-Koch-Institut">RKI</abbr>:</p>
<blockquote><p>
Die Grippe beispielsweise – in der Fachsprache auch Influenza genannt – ist allein in Deutschland pro Jahr für durchschnittlich mehrere tausend Todesfälle verantwortlich.
</p></blockquote>
<p>Das statistische Bundesamt veröffentlicht jährlich detaillierte Statistiken zu den Todesursachen der Deutschen. Also habe ich mir mal die Zahlen für 2007 und 2006 geholt, die von 2008 habe ich mit der Suche nicht finden können, aber ich denke mal, dass niemand denkt, dass das allzu stark geschwankt hat in 2008.</p>
<table>
<tr>
<th rowspan="2">Todesursache</th>
<th colspan="2">Tote</th>
</tr>
<tr>
<th>2006</th>
<th>2007</th>
</tr>
<tr>
<td>J10-J18 Grippe und Pneumonie</td>
<td>20.434</td>
<td>21.883</td>
</tr>
<tr>
<td>J10 Grippe durch nachgewiesene Influenzaviren</td>
<td>3</td>
<td>11</td>
</tr>
<tr>
<td>J11 Grippe, Viren nicht nachgewiesen</td>
<td>63</td>
<td>88</td>
</tr>
<tr>
<td>J12 Viruspneumonie, anderenorts nicht klassifiziert</td>
<td>39</td>
<td>49</td>
</tr>
<tr>
<td>J18 Pneumonie, Erreger nicht näher bezeichnet</td>
<td>19.713</td>
<td>21.079</td>
</tr>
</table>
<p>Also, selbst wenn ich alles, was unter J18 ist, von J10-J18 abziehe und dann wohlwollend (also, <em>nicht das Volkswohl</em>, sondern das finanzielle Wohl entsprechender Nutznießer) davon ausgehe, dass die Zahl, die dabei herauskommt, die Zahl an an Grippe verstorbener Menschen in den Jahren 2006 und 2007 ist, &#8230; selbst dann bleiben für 2006 nur lausige 721 und für 2007 nur 804 Grippetote. Wenn man jetzt wieder wohlwollend ist und annimmt, dass wir 2008 bei rund 1.000 Fällen lagen, dann ergibt das unter der Annahme, dass jeder in Deutschland gleich wahrscheinlich an der Grippe sterben kann, eine <em>Wahrscheinlichkeit von etwa 1:82.000 (oder etwa 0,00122 %) an einer Grippe zu sterben</em>. Und wir sollten uns an den Winter 2005/2006 erinnern, als die bekannterweise ganze Landstriche hinweggefegt habende Vogelgrippe ihr Unwesen trieb. Übrigens: Es ist mit rund 1:8.600 (etwa 0,0116 %) sogar <em>über neunmal wahrscheinlicher an &bdquo;vorsätzlicher Selbstbeschädigung&rdquo; zu sterben</em>, wenn man die Zahlen aus 2006 (9.765) und 2007 (9.402) zugrundelegt. Aber zur Verhinderung &bdquo;vorsätzlicher Selbstbeschädigung&rdquo; muss man ja tatsächlich was für die Leute tun und das sieht dann mit dem Profit total schlecht aus! D:</p>
<p>Eine Sache fehlt natürlich noch: Die reden ja explizit von so vielen Toten <em>durchschnittlich</em> pro Jahr in Deutschland. Und es würde mich nicht wundern, wenn da Zahlen von vor sehr langer Zeit in den Durchschnitt einfließen oder nur ausgewählte Jahrgänge ;) Alles in allem aber ein sehr gutes Beispiel für transparente Panikmache.</p>
<p><a href="http://board.kreuvf.de/index.php?topic=462.0">Kommentare zu diesem Artikel abgeben</a> (benötigt Boardaccount)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bakterien im Haarspray</title>
		<link>http://blog.kreuvf.de/2008/03/07/bakterien-im-haarspray/</link>
		<comments>http://blog.kreuvf.de/2008/03/07/bakterien-im-haarspray/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 17:05:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kreuvf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin (Sonstiges)]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich finde ja, dass Bakterien zu den coolsten Lebensformen zählen, die es gibt. Daher freut es mich ein wenig zu hören, dass es jetzt eine neue Spezies gibt: Microbacterium hatanonis. Diese kann bei 30&#160;°C und einem neutralen pH gut leben.
Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es ist aber jedes Mal wieder extrem überraschend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde ja, dass Bakterien zu den coolsten Lebensformen zählen, die es gibt. Daher freut es mich ein wenig zu hören, dass es jetzt eine neue Spezies gibt: Microbacterium hatanonis. Diese kann bei 30&nbsp;°C und einem neutralen pH gut leben.</p>
<p>Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es ist aber jedes Mal wieder extrem überraschend wie schnell die Evolution bei Bakterien voranschreitet. Bei Antibiotika fällt dies im Allgemeinen am meisten auf, aber auch so exotische Lebensräume wie Haarsprays werden dann besiedelt. Sogar Bakterien, die sich an Nylon zu schaffen machen, gibt es ja.</p>
<p><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2008-03/sfgm-nbc030708.php" hreflang="en" title="New Bacteria contaminate hairspray">New Bacteria contaminate hairspray &#8211; EurekAlert!</a><br />
<a href="http://www.wiley-vch.de/books/biopoly/pdf_v09/vol09_14.pdf" hreflang="en" title="Biodegradation of Nylon and other Synthetic Polyamides">Biodegradation of Nylon and other Synthetic Polyamides</a></p>
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		<title>Ungesunde Pflanzenkost</title>
		<link>http://blog.kreuvf.de/2007/07/11/ungesunde-pflanzenkost/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jul 2007 18:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kreuvf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin (Sonstiges)]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bild vom präventiv mit Antibiotika vollgestopften Nutzvieh dürfte jedem geläufig sein. Genauso dürfte das Bild vom Gülletraktor, der über das Feld fährt und es düngt, jedem geläufig sein. Jetzt fehlt nur noch ein Zwischenschritt und wir sind am Ziel: Antibiotikaversetzte Pflanzen.
Dies wird von einer Untersuchung der &#34;Soil Science Society of America&#34; untermauert, in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bild vom präventiv <em>mit Antibiotika vollgestopften Nutzvieh</em> dürfte jedem geläufig sein. Genauso dürfte das Bild vom <em>Gülletraktor</em>, der über das Feld fährt und es düngt, jedem geläufig sein. Jetzt fehlt nur noch ein Zwischenschritt und wir sind am Ziel: <em>Antibiotikaversetzte Pflanzen</em>.</p>
<p>Dies wird von einer Untersuchung der &quot;Soil Science Society of America&quot; untermauert, in der es heißt:</p>
<blockquote><p>
Plant uptake was evaluated in a greenhouse study involving three food crops: corn, lettuce, and potato. Plants were grown on soil modified with liquid hog manure containing Sulfamethazine, a commonly used veterinary antibiotic. This antibiotic was taken up by all three crops. Concentrations of antibiotics were found in the plant leaves. Concentrations in plant tissue also increased as the amount of antibiotics present in the manure increased. It also diffused into potato tubers, which suggests that root crops, such as potatoes, carrots, and radishes, that directly come in contact with soil may be particularly vulnerable to antibiotic contamination.
</p></blockquote>
<p>Quelle: <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-07/ssso-pua071107.php">Plants uptake antibiotics &#8211; EurekAlert.org</a><br />
Deutsche Zusammenfassung: Man hat Getreide, Salat und Kartoffeln auf einem Boden wachsen lassen, der zu unterschiedlichen Graden mit <a href="http://www.vetpharm.uzh.ch/TAK/04000000/00043512.01">sulfamethazin</a>-haltiger Gülle gedüngt war. Man hat dann untersucht, ob und wo dieses Antibiotikum von den Pflanzen aufgenommen wurde. <em>In den Blättern</em> wurden Antibiotika gefunden und die <em>Antibiotikakonzentration im Pflanzengewebe stieg mit steigender Sulfamethazinkonzentration</em> in der Gülle an. Besonders gefährdet scheinen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hackfrucht">Hackfrüchte</a> zu sein, die in direktem Kontakt mit der kontaminierten Erde stehen.</p>
<p>So schlimm wäre das ja nicht, wenn man nicht die Befürchtung hätte, dass sich zum einen beim Menschen <em>allergische Reaktionen</em> gegen Antibiotika entwickeln können und zum anderen &#8211; und bei weitem schlimmer &#8211; Bakterien resistent werden können, was <em>Antibiotika zur Wirkungslosigkeit verdammt</em> (wobei die Nebenwirkungen natürlich erhalten bleiben).</p>
<p>In den USA gibt das <a href="http://www.ers.usda.gov/Briefing/AgChemicals/sustainability.htm#organicfarming">United States Department of Agriculture zwar für &quot;organic farming&quot;</a> (wahrscheinlich vergleichbar mit dem deutschen Ökoanbau) vor, dass beim Einsatz von Tiermaterial darauf geachtet werden muss, dass die Pflanzen nicht mit verbotenen Substanzen (darunter auch Antibiotika) verseucht werden. Explizit verboten ist antibiotikahaltige Gülle allerdings nicht.</p>
<p>Auf diesem Gebiet bedarf es allerdings noch einiger Forschung, die auch an der University of Minnesota weitergeführt wird.</p>
<h4>Quellen &amp; Links</h4>
<p><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-07/ssso-pua071107.php">Plants uptake antibiotics &#8211; EurekAlert.org</a><br />
<a href="http://www.vetpharm.uzh.ch/TAK/04000000/00043512.01">Sulfamethazin &#8211; Tierarzneimittelkompendium der Schweiz</a><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hackfrucht" rel="nofollow">Hackfrucht &#8211; Wikipedia</a><br />
<a href="http://www.ers.usda.gov/Briefing/AgChemicals/sustainability.htm#organicfarming">The major distinctions between organic farming and conventional farming systems &#8211; USDA</a></p>
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		<title>Ferienende-Syndrom</title>
		<link>http://blog.kreuvf.de/2007/06/19/ferienende-syndrom/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jun 2007 14:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kreuvf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin (Sonstiges)]]></category>
		<category><![CDATA[Wortschatz/Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Der eine oder andere hat sicherlich schon mal von sogenannten &#34;erfundenen&#34; Krankheiten gehört. Ich beziehe mich dabei u. a. auf &#34;Die Krankheitserfinder&#34; von Jörg Blech. Es handelt sich dabei nicht um Hypochonder, die sich ihre Krankheiten einbilden, sondern viel mehr um alltägliche/entwicklungsbedingte Zustände des Wohlbefindens, die in Zusammenarbeit von Pharmafirmen mit Marketingfirmen zur Krankheit umdefiniert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der eine oder andere hat sicherlich schon mal von sogenannten &quot;erfundenen&quot; Krankheiten gehört. Ich beziehe mich dabei u. a. auf &quot;Die Krankheitserfinder&quot; von Jörg Blech. Es handelt sich dabei nicht um Hypochonder, die sich ihre Krankheiten einbilden, sondern viel mehr um <em>alltägliche/entwicklungsbedingte Zustände des Wohlbefindens</em>, die in Zusammenarbeit von Pharmafirmen mit Marketingfirmen <em>zur Krankheit umdefiniert</em> werden.</p>
<p>Ein neuer heißer Kandidat für eine solche erfundene Krankheit ist das &quot;Ferienende-Syndrom&quot;, das im englischen Original &quot;post-holiday syndrome&quot; heißt. Es handele sich bei diesem Syndrom um einen <em>Zustand allgemeinen Unbehagens</em> ausgelöst durch die Unfähigkeit sich nach Ferienende wieder ans Arbeiten zu gewöhnen.</p>
<p>Lt. der spanischen Wissenschaftlerin Humbelina Robles Ortega äußere sich dieses Syndrom psychisch (Reizbarkeit, Angstgefühle, Betrübnis, &quot;geht-mir-am-Arsch-vorbei&quot;-Haltung, tiefes Gefühl der Leere) und physisch (Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Benommenheit oder Schlaflosigkeit, abnormal hoher Puls, Muskelschmerzen). Empfohlen wird ein Teilen der Ferien in kleinere Abschnitte, damit die Wiederaufnahme der Arbeit nicht so <em>traumatisch</em> wäre.</p>
<p>Spätestens hier sollte jedem klar sein, dass das eher so eine &quot;Krankheit vom Reißbrett&quot; ist. Es ist schließlich vollkommen normal, dass man sich ausgepowert fühlt, wenn man nach einer langen Verschnaufpause nicht erst um 9, sondern schon um 6 oder 5 aufstehen muss und dann auch noch den ganzen Tag arbeiten darf &#8211; ohne Mittagschlaf! Noch gibt es kein Medikament, um die Symptome dieser &quot;Krankheit&quot; zu unterdrücken, aber was nicht ist, kann ja noch werden und vielleicht werden <em>Koffeintabletten</em> ja bald der Renner in Spanien.</p>
<p>Quelle:<br />
<a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-06/udg-duy061907.php">Dividing up your holidays into several periods can help prevent post-holiday syndrome &#8211; EurekAlert.org</a></p>
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		<title>Alles Gute, das man tut, &#8230;</title>
		<link>http://blog.kreuvf.de/2007/05/27/alles-gute-das-man-tut/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 May 2007 13:10:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kreuvf</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin (Sonstiges)]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; erhält man doppelt zurück.
So in etwa könnte man die Quintessenz eines Buches von Dr. Stephen Post, Professor an der Case Western Reserve University School of Medicine bioethics, beschreiben.
Gewissen Studien zufolge stimmt mein einleitender Satz, wenn auch abgeschwächt, mit der Realität überein: &#8220;Die Guten&#8221; leben länger, glücklicher und gesünder. Der oben genannte Dr. Post hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; erhält man doppelt zurück.</p>
<p>So in etwa könnte man die Quintessenz eines Buches von Dr. Stephen Post, Professor an der Case Western Reserve University School of Medicine bioethics, beschreiben.</p>
<p>Gewissen Studien zufolge stimmt mein einleitender Satz, wenn auch abgeschwächt, mit der Realität überein: &#8220;Die Guten&#8221; <em>leben länger, glücklicher und gesünder</em>. Der oben genannte Dr. Post hat den Großteil seines Lebens damit verbracht zu beweisen, dass eine &#8220;Gebermentalität&#8221; (im Original: giving behavior) einen lebensverlängernden Effekt hat. Er selbst ist Vorsitzender des <em>Instituts zur Forschung an unbegrenzter Liebe</em>. Seine Forschungen zeigten, dass der Akt des Gebens eigener Dinge, besonders dann, wenn man früh damit anfängt, alles angefangen von der Zufriedenheit mit dem Leben über Selbstverwirklichung bis hin zur körperlichen Gesundheit <em>deutlich bessert</em>. Neben einer <em>herabgesetzten Sterblichkeit</em> sind auch Depressionen keine so großen Probleme wie &#8220;normal&#8221;.</p>
<p>Ich freue mich über diese Nachricht, da es in der von Berichten über Anschläge, Kriege und Verwüstungen durch Naturgewalten manchmal schwer fällt überhaupt zu denken, dass man durch Gutes glücklich wird.</p>
<h4>Links</h4>
<p><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-05/cwru-wgt052407.php">Why Good Things Happen to Good People &#8211; Biology &#8211; EurekAlert.org</a></p>
<p><a href="http://board.kreuvf.de/index.php?topic=256.0">Kommentare zu diesem Artikel abgeben</a> (benötigt Boardaccount)</p>
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		</item>
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		<title>Instinkte FTW!!!!11111</title>
		<link>http://blog.kreuvf.de/2007/01/09/instinkte-ftw11111/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Jan 2007 18:12:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kreuvf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin (Sonstiges)]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.kreuvf.de/2007/01/09/instinkte-ftw11111/</guid>
		<description><![CDATA[Das in etwa habe ich mir heute gedacht, als ich mal wieder eine News von eurekalert.org gelesen habe.
Und zwar ging es in diesem News-Artikel darum, dass herausgefunden wurde, dass bestimmte Entscheidungen, die vom Unterbewusstsein getroffen werden, man würde vielleicht sagen &#8220;aus dem Bauch heraus getroffen&#8221;, häufiger die richtigen sind als bei bewusst getroffenen Entscheidungen.
Herausgefunden hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das in etwa habe ich mir heute gedacht, als ich mal wieder eine <em>News von eurekalert.org</em> gelesen habe.</p>
<p>Und zwar ging es in diesem News-Artikel darum, dass herausgefunden wurde, dass bestimmte <em>Entscheidungen</em>, die vom <em>Unterbewusstsein getroffen</em> werden, man würde vielleicht sagen &#8220;aus dem Bauch heraus getroffen&#8221;, <em>häufiger die richtigen</em> sind als bei bewusst getroffenen Entscheidungen.</p>
<p>Herausgefunden hat man dies, indem man die Testpersonen zwischen <em>fast 0 und 1,5 Sekunden</em> auf einen Bildschirm hat schauen lassen. Auf diesem Bildschirm befanden sich <em>650 Symbole</em> und <em>eines</em> davon war <em>rotiert</em>. Nach der &#8220;Bedenkzeit&#8221; sollte dann gesagt werden <em>in welcher Hälfte des Bildschirmes</em> sich das &#8220;falsche&#8221; Symbol befindet.</p>
<p>Die erstaunliche Erkenntnis: Diejenigen, die gerade so viel Zeit zur Verfügung hatten, dass ihr <em>Unterbewusstsein</em> zum Einsatz kommen musste, lagen <em>zu 95% richtig</em>, diejenigen, die <em>&#8220;genug&#8221; Zeit</em> hatten (nicht mal zwei Sekunden), lagen nur noch <em>zu 70%</em> richtig. Erst nach <em>mehr als vier Sekunden</em> Betrachtungszeit wurde eine hohe <em>Genauigkeit zurückerlangt</em>.</p>
<p>Die Erklärung dafür liest sich relativ simpel:</p>
<blockquote><p>
In this test, the instinctive decisions were more likely to be correct because the <em>subconscious brain</em> recognises a <em>rotated version</em> of the same object as <em>different</em> from the original, whereas the <em>conscious brain</em> sees the <em>two objects as identical</em>. For the conscious brain, an apple is still an apple whether rotated or not. So while the lower-level cognitive process spots the rotated image as the odd one out, the <em>higher-level function overrides</em> that decision and dismisses the rotated object because it is the same as all the other symbols. When subjects were given the time to engage their higher-level functions, their decisions were therefore more likely to be wrong.
</p></blockquote>
<p>Hervorherbung von mir.</p>
<p>Daher gilt: Instinkte FTW (for the win)!!!!1111</p>
<p>Ein Gedanke, der mir allerdings dazu noch im Kopf herumschwebt ist der, dass unser Unterbewusstsein vielleicht eine evolutorisch betrachtet <em>ältere Wahrnehmungsmöglichkeit</em> ist, die nach und nach von &#8220;higher-level function[s]&#8221; überschrieben wird und vielleicht <em>irgendwann vollständig zurückgebildet</em> wird. Leider habe ich zu wenig Ahnung von der embryonalen Entwicklung des Gehirns und vom Sitz des Unterbewusstseins, um für mich hinreichend klären zu können, ob dies überhaupt möglich ist.</p>
<h4>Quellen</h4>
<p><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-01/ucl-tyi010807.php">EurekAlert! &#8211; Trusting your instincts leads you to the right answer</a></p>
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		<title>Milchige Kontraste</title>
		<link>http://blog.kreuvf.de/2006/11/29/milchige-kontraste/</link>
		<comments>http://blog.kreuvf.de/2006/11/29/milchige-kontraste/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2006 18:05:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kreuvf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin (Sonstiges)]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Beschwerden im Magendarmtrakt kommt heutzutage ja u.a. eine Computertomographie in Frage, was im Endeffekt ein sehr viel besseres Röntgen darstellt. Um verschiedene Strukturen für den Computertomographen sichtbar zu machen, ist es nötig dem Patienten verschiedene Röntgenkontrastmittel zuzuführen.
Diese Mittel sind natürlich nicht sehr förderlich für die Gesundheit und natürlich kann es zu Nebenwirkungen kommen. Für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei <em>Beschwerden im Magendarmtrakt</em> kommt heutzutage ja u.a. eine <em>Computertomographie</em> in Frage, was im Endeffekt ein sehr viel besseres Röntgen darstellt. Um verschiedene Strukturen für den Computertomographen sichtbar zu machen, ist es nötig dem Patienten <em>verschiedene Röntgenkontrastmittel</em> zuzuführen.</p>
<p>Diese Mittel sind natürlich nicht sehr förderlich für die Gesundheit und natürlich kann es zu <em>Nebenwirkungen</em> kommen. Für den Magendarmtrakt verwendet man z.B. <em>Bariumsulfat</em>. Nebenwirkungen sind sind lt. dem Pschyrembel &#8220;<em>leichte Allgemeinreaktionen</em> wie Hautrötung, Quaddeln, Übelkeit, Erbrechen, Hitzegefühl, Hustenreiz sowie <em>selten vorkommende, schwere Reaktionen</em> (Bronchospasmus, Asthmaanfall, Kreislaufkollaps, Krämpfe)&#8221;. Nun bleibt weder dem Patienten noch dem behandelnden Arzt kaum eine andere Wahl als Kontrastmittel einzusetzen, wenn herausgefunden werden soll, was denn beim Patienten &#8220;kaputt ist&#8221;.</p>
<p>Doch gibt es Hoffnung auf ein neues, besser verträgliches und jedem wohl bekanntes Röntgenkontrastmittel: <em>Milch</em>. Laut einer Studie sollen bei einer Kontrastierung mit VoLumen (Name einer Marke für ein Kontrastmittel mit Bariumsulfat) 42% der Patienten über &#8220;abdominal discomfort&#8221; geklagt haben, wohingegen nur 23% der Patienten, die Milch als Kontrastmittel eingesetzt hatten, über eben jene Beschwerde(n) geklagt haben.</p>
<h4>Links</h4>
<p><a href="http://www.ezem.com/news/news.cfm?article_id=22">E-Z-EM News</a> (enthält Aussage über min. einen Inhaltsstoff von VoLumen)<br />
<a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2006-11/rson-gic112206.php">eurekalert.org &#8211; Got inexpensive contrast agent? Milk plays new role in imaging</a></p>
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