Kreuvfs Allerweltsblog

08.01.2012

Hacker-Manifesto wird 26

Gespeichert unter: In eigener Sache von Kreuvf um 08:42:03

Wie auch schon 2007, 2008, 2009, 2010 und 2011 feiert das Hackermanifest auch in diesem Jahr wieder am 8. Januar Geburtstag.

The Hacker Manifesto

by
+++The Mentor+++
Written January 8, 1986

Another one got caught today, it’s all over the papers. “Teenager Arrested in Computer Crime Scandal”, “Hacker Arrested after Bank Tampering”…

Damn kids. They’re all alike.

But did you, in your three-piece psychology and 1950′s technobrain, ever take a look behind the eyes of the hacker? Did you ever wonder what made him tick, what forces shaped him, what may have molded him?

I am a hacker, enter my world…

Mine is a world that begins with school… I’m smarter than most of the other kids, this crap they teach us bores me…

Damn underachiever. They’re all alike.

I’m in junior high or high school. I’ve listened to teachers explain for the fifteenth time how to reduce a fraction. I understand it. “No, Ms. Smith, I didn’t show my work. I did it in my head…”

Damn kid. Probably copied it. They’re all alike.

I made a discovery today. I found a computer. Wait a second, this is cool. It does what I want it to. If it makes a mistake, it’s because I screwed it up. Not because it doesn’t like me… Or feels threatened by me.. Or thinks I’m a smart ass.. Or doesn’t like teaching and shouldn’t be here…

Damn kid. All he does is play games. They’re all alike.

And then it happened… a door opened to a world… rushing through the phone line like heroin through an addict’s veins, an electronic pulse is sent out, a refuge from the day-to-day incompetencies is sought… a board is found. “This is it… this is where I belong…” I know everyone here… even if I’ve never met them, never talked to them, may never hear from them again… I know you all…

Damn kid. Tying up the phone line again. They’re all alike…

You bet your ass we’re all alike… we’ve been spoon-fed baby food at school when we hungered for steak… the bits of meat that you did let slip through were pre-chewed and tasteless. We’ve been dominated by sadists, or ignored by the apathetic. The few that had something to teach found us willing pupils, but those few are like drops of water in the desert.

This is our world now… the world of the electron and the switch, the beauty of the baud. We make use of a service already existing without paying for what could be dirt-cheap if it wasn’t run by profiteering gluttons, and you call us criminals. We explore… and you call us criminals. We seek after knowledge… and you call us criminals. We exist without skin color, without nationality, without religious bias… and you call us criminals. You build atomic bombs, you wage wars, you murder, cheat, and lie to us and try to make us believe it’s for our own good, yet we’re the criminals.

Yes, I am a criminal. My crime is that of curiosity. My crime is that of judging people by what they say and think, not what they look like. My crime is that of outsmarting you, something that you will never forgive me for.

I am a hacker, and this is my manifesto. You may stop this individual, but you can’t stop us all… after all, we’re all alike.

Quellen

Spiegelung des Hacker Manifesto
Wikipedia zum Hacker-Manifest

10.09.2011

Freiheit statt Angst 2011: Bilder und Kommentar

Gespeichert unter: In eigener Sache,Politik,Soziales Umfeld von Kreuvf um 21:49:03

Heute fand in Berlin die Demonstration „Freiheit statt Angst“ statt. Der offizielle Plan gemäß erster Pressemitteilung lautete:

Der Demonstrationzug startet um 13.00 Uhr am Brandenburger Tor und wird gegen 14.00 Uhr auf dem Alexanderplatz ankommen.

Nun ist das ja das erste Mal für mich gewesen und dementsprechend bin ich da ein wenig naiv herangegangen und dachte mir, dass, wenn das die offizielle Ankündigung ist, dass das dann auch so umgesetzt wird. Als Deutscher bin ich natürlich pünktlich zu 13:00 Uhr am Pariser Platz gewesen, habe da dann Fotos gemacht und bin ein wenig um den Pulk herumgeschlichen. Entgegen meiner Erwartung, dass es bestimmt gleich losgeht, war auch eine halbe Stunde später noch nichts geschehen.

Ich habe dann beschlossen alleine zum Alexanderplatz zu ziehen und mich dort umzusehen. Auf der Seite mit der Weltzeituhr befand sich der Verkehrssicherheitstag der BVG, auf der anderen Seite waren Stände verschiedener Parteien und Bürgerrechtsorganisationen und eine Bühne für die Demonstration aufgebaut. Ich bin dann einmal alles abgelaufen, hätten aber ruhig mehr Stände sein können. Habe mich dann vor die Bühne gesetzt, ein paar Fotos gemacht und darauf gewartet, dass es los geht. Irgendwann gegen 15 Uhr trat padeluun dann auf die Bühne und hat das Eintreffen des Protestzugs angekündigt. Dieser kam dann auch, aber auch hier hatte ich mich mehr gerechnet. Hatte mit min. 10.000 Leuten gerechnet, waren dann am Ende aber wohl doch insgesamt nur 5.000.

Leider fing dann die Band „Ganz gut“ an zu spielen, die zwar von padeluun als „spitze“ angekündigt wurde, aber meiner Meinung nach höchstens mittelmäßig war, wobei das online anders/besser klingt. Der Text, gerade von „Akkordarbeiter“ bleibt aber trotzdem noch zu beanstanden. Jedenfalls hat mir das dann gereicht, ich habe meinen Platz verlassen und bin gegen 15:30 Uhr nach Hause gefahren, sodass ich von den Redebeiträgen genau nichts mehr mitbekommen habe.

Insgesamt fand ich das ein wenig zu sehr parteiendominiert. Klar, Wahlen in Berlin stehen an, aber die Demo richtet sich ja nicht nur gegen Landesprobleme in Berlin. Unter den Parteien waren allen voran natürlich die Piraten, aber auch die Grünen waren deutlich präsent. Von der sonstigen Partei FDP konnte ich nur auf dem Pariser Platz einige JuLis sehen. Die Linke war auch dabei, ebenso wie die PSG. Wäre mir recht gewesen, wenn die Leute auf Fefe gehört hätten.

Nichtsdestotrotz würde ich nächstes Jahr wieder hingehen und mir vielleicht sogar überlegen einige meiner Ideen umzusetzen. Vielen Dank und mein Respekt an die Organisatoren!

Bilder vom Pariser Platz

Bilder vom Alexanderplatz

24.07.2011

Ubuntu 11.04: PAE-Kernel + nVidia

Gespeichert unter: In eigener Sache,Software von Kreuvf um 16:37:08

Ubuntu 11.04 installiert zum „normalen“ Kernel noch einen PAE-Kernel, falls dies nötig sein sollte. Standardmäßig wurde dieser Kernel dann bei mir auch gestartet, was dazu geführt hatte, dass ich keine grafische Benutzeroberfläche mehr hatte, da der binäre nVidia-Treiber (current aka 270.41.06) von X nicht geladen werden konnte, was in der Xorg-Log so aussieht:

[    22.448] (II) LoadModule: "nvidia"
[    22.448] (II) Loading /usr/lib/xorg/extra-modules/nvidia_drv.so
[    22.448] (II) Module nvidia: vendor="NVIDIA Corporation"
[    22.448] 	compiled for 4.0.2, module version = 1.0.0
[    22.448] 	Module class: X.Org Video Driver
[    22.451] (EE) NVIDIA: Failed to load the NVIDIA kernel module. Please check your
[    22.451] (EE) NVIDIA:     system's kernel log for additional error messages.
[    22.451] (II) UnloadModule: "nvidia"
[    22.452] (II) Unloading nvidia
[    22.452] (EE) Failed to load module "nvidia" (module-specific error, 0)
[    22.452] (EE) No drivers available.
[    22.452]
Fatal server error:
[    22.452] no screens found
[    22.452]
Please consult the The X.Org Foundation support
	 at http://wiki.x.org
 for help. 

Da einem Benchmarking auf Phoronix zu Ubuntu 11.04, PAE und 64-Bit zufolge aber mit dem PAE-Kernel nicht mit schlechterer Performance zu rechnen ist und durch diesen Kernel der gesamte Arbeitsspeicher zur Verfügung steht, wollte ich dieses Problem lösen und bin auch recht schnell auf eine einfache Lösung gestoßen:

  1. PAE-Kernel im Recovery-Modus starten (GRUB)
  2. Nachdem sich beim Booten nichts mehr tut, Strg + Alt + F1, um im Recovery-Menü „failsafeX“ auszuwählen und zu starten.
  3. Wie gewohnt einloggen, dann „Zusätzliche Treiber“ aufrufen.
  4. Aktuellen nVidia-Treiber deaktivieren/deinstallieren. Nicht neustarten.
  5. nVidia-Treiber wieder aktivieren/installieren.
  6. Neustart.
  7. Normalen PAE-Kernel starten und 3D-Hardwarebeschleunigung mit dem binären nVidia-Treiber genießen.

Eine weitere Lösung, die ich allerdings nicht selbst probiert habe, besteht im Falle eines Upgrades von Ubuntu 10.10 auf Ubuntu 11.04 darin folgendes zu tun:

sudo apt-get install linux-headers-`uname -r`
sudo dpkg-reconfigure nvidia-185-kernel-source

Vermutlich macht das im Endeffekt genau das gleiche, was auch oben beschriebene Prozedur tut.

Der erste Befehl installiert die Linux-Header für den aktuell verwendeten Kernel. Das „`uname -r`“ wird dabei durch den Rückgabewert des Befehls „uname -r“ ersetzt, dieser Befehl also zuerst ausgeführt und die Ausgabe dieses Befehls dann genommen, um das Wunschpaket auszuwählen. Ich würde dabei aktuell für „uname -r“ schlicht „2.6.38-10-generic-pae“ erhalten. Der Befehl zum Installieren des Paketes würde demnach das Paket „linux-headers-2.6.38-10-generic-pae“ installieren.

Der zweite Befehl würde bei mir daran scheitern, dass das Paket „nvidia-185-kernel-source“ nicht installiert ist, was gemäß der Paketbeschreibung auch gut so ist:

Dies ist ein Übergangspaket für »nvidia-glx-185-kernel-source« und kann nach erfolgreicher Installation gefahrlos entfernt werden.

Ich vermute, dass man stattdessen

sudo dpkg-reconfigure nvidia-current

verwenden müsste. Falls das jemand ausprobiert und das funktioniert, bitte ich um Rückmeldung. Ich habe das jetzt mal bei bereits funktionierendem nVidia-Treiber gemacht und folgende Ausgabe erhalten:

Removing all DKMS Modules
Done.
update-initramfs: Generating /boot/initrd.img-2.6.38-10-generic-pae
update-initramfs: Generating /boot/initrd.img-2.6.38-10-generic-pae
Loading new nvidia-current-270.41.06 DKMS files...
Building only for 2.6.38-10-generic-pae
Building for architecture i686
Building initial module for 2.6.38-10-generic-pae
Done.

nvidia-current.ko:
Running module version sanity check.
 - Original module
   - No original module exists within this kernel
 - Installation
   - Installing to /lib/modules/2.6.38-10-generic-pae/updates/dkms/

depmod....

DKMS: install Completed.

Würde also mal behaupten, dass das gut aussieht. Und es funktioniert auch noch alles wie vorher.

12.07.2011

Flash: Hohe CPU-Last unter Ubuntu 11.04

Gespeichert unter: In eigener Sache,Software,Technologie von Kreuvf um 17:27:20

Vor einiger Zeit hatte ich bereits einen Workaround für den standardmäßig installierten Flash Player unter Ubuntu 10.10 geschrieben. Ich vermute mittlerweile, dass das Problem im Zusammenspiel mit dem binären nVidia-Treiber auftritt, was aber im Endeffekt sowieso egal ist, weil Nutzer dieses Treibers ganz sicher nicht wegen Flash – die Einschätzung im oben verlinkten Artikel, dass es sich bei Flash um rottigen Sondermüll handelt, ist unverändert – auf ihre Hardware-3D-Beschleunigung verzichten werden.

Mit dem aktuellen Ubuntu 11.04 (immer noch 32 Bit) besteht dieses Problem bei mir nicht mehr. Rottiger Sondermüll bleibt natürlich auch mit einem Problem weniger immer noch rottiger Sondermüll, weshalb ich stattdessen eine andere Beobachtung gemacht habe: mit dem standardmäßig installierten Flash Player zeigt sich beim Abspielen eines Youtube-Videos (Manu Chao – Bongo Bong) in 360p-Qualität eine Prozessorauslastung von etwa 77% eines Kerns. Das ist so deutlich zu viel, dass es meinen alltäglichen Betrieb stört.

Ich habe mir also gedacht: „Na, kannst es ja mal versuchen und gucken, ob der Flash Player aus Google Chrome das Problem auch hat.“ Ich habe daraufhin wie im oben verlinkten Artikel beschrieben die libflashplayer.so durch die aus Google Chrome ersetzt, Firefox 5 neugestartet und das Video erneut abgespielt. Ergebnis: Prozessorauslastung runter auf etwa 27% eines Kerns.

Aus irgendeinem Grund ist Googles libflashplayer.so also in der Lage den Flash-Bloat mit Faktor 2 bis 3 geringeren CPU-Ressourcen zu verarbeiten. Danke, Google.

08.07.2011

Sinn des Lebens

Gespeichert unter: In eigener Sache,Psychologie von Kreuvf um 20:34:35

Der Durchschnittsmensch macht sich bekanntlich nicht viel Gedanken über Dinge, die außerhalb der Greifreichweite liegen, und kommt man einem solchen Menschen dann mit Fragen wie die nach dem Sinn des Lebens, muss man enttäuscht zur Kenntnis nehmen, dass die Antworten darauf in etwa so aussehen: „Du kannst Fragen stellen… !“, „Darüber mache ich mir keine Gedanken.“ oder „Womit du dich alles beschäftigst!“ Nun habe ich keine Lust mir über die Unwilligkeit der Masse Gedanken zu machen und habe mir bereits vor Jahren überlegt, was ich denn auf diese Frage antworten würde. Da die Antwort allerdings nicht einfach zu verstehen ist, denke ich, dass ich das hier mal detailliert ausführen sollte, einfach um das mal aufgeschrieben zu haben und darauf verweisen zu können. Detaillierte Ausführungen sind in der Regel gerade in alltäglichen Gesprächen nicht möglich, da der Gegenüber keinerlei Bereitschaft zeigt Ausführungen mit mehr als drei Sätzen zu folgen.

Definition: Sinn

Vor der Beantwortung der Frage nach dem Sinn des Lebens, also: „Welchen Sinn hat das Leben?“, will ich klären, was mit „Sinn“ gemeint ist. Gemeinhin wird etwas als „sinnvoll“ bezeichnet, wenn damit ein vom Betrachter erkennbares Ziel erreicht wird. Eine verkehrsberuhigte Zone in der Umgebung eines Spielplatzes ist demnach sinnvoll, weil eine solche Zone dafür sorgt, dass ein Großteil der Verkehrsteilnehmer langsamer und vorsichtiger fährt und so im Falle eines plötzlich auf die Straße rollenden Balles mit hinterherrennendem Kind auch rechtzeitig und ohne, dass jemand oder etwas zu Schaden kommt, bremsen kann.

Anders formuliert ist der Sinn der verkehrsberuhigten Zone eine Verringerung des Unfallrisikos. So ausgedrückt ist das Wort „Sinn“ auch leicht durch „Grund“ ersetzbar: der Grund der verkehrsberuhigten Zone ist eine Verringerung des Unfallrisikos. Der Knackpunkt an dieser Sache soll aber nochmals deutlich ausgeschrieben werden: Sinn ist nur dann vorhanden, wenn der Betrachter ein/das Ziel erkennen kann. Der Sinn einer quadratischen Ergänzung erschließt sich nicht jedem, hat daher für den einen Betrachter keinen Sinn, für den anderen jedoch sehr wohl.

Definition: Sinn des Lebens

Nachdem die Definition für „Sinn“ gegeben ist, ist klar, dass die Frage nach dem Sinn des Lebens viel eher die Frage nach dem Grund für die Existenz von Leben darstellt. Dies wiederum ist aber in der Regel nicht das, was damit häufig gemeint wird. Oder es ist eine leicht andere Frage, nämlich: „Welchen Sinn hat mein Leben?“ Das heißt an dieser Stelle muss deutlich unterschieden werden zwischen beiden Fragen: die eine ist allgemein gehalten und erwartet den Grund für die Existenz von Leben im Großen, die andere ist speziell auf den jeweiligen Menschen zugeschnitten und erwartet letztendlich eine Handlungsanweisung. Diese Handlungsanweisung ist eine direkte Konsequenz aus der Beantwortung der Frage nach dem Sinn eines bestimmten Lebens.

Sinn notwendig?

Bevor ich auf beide Fragen eine Antwort geben möchte, muss klar sein, dass grundsätzlich keinerlei Notwendigkeit für das Vorhandensein eines Sinns besteht. Es handelt sich dabei um ein menschliches Bedürfnis für die Dinge eine Erklärung zu haben, auch wenn es nur irgendein Glaube sein sollte. Wichtig ist, dass der Mensch, für den die Frage beantwortet werden soll, die Antwort für in sich schlüssig halten muss, weshalb auch auf grobem Unfug, Wunschdenken und Glorifizierung basierende Wundergeschichten durchaus ausreichen können. Das heißt, dass die Anforderungen an die Qualität der Antworten von der jeweiligen Person abhängen.

Grund für die Existenz von Leben

Wie auch immer „Leben“ im Detail definiert ist, arbeitet man wie ich mit der in der Biologie verwendeten Definition, so lässt sich unter Nutzung des derzeitigen Stands der Wissenschaft die folgende Aussage treffen: Der Grund für die Existenz von Leben ist, dass das Leben thermodynamisch begünstigt ist. Vereinfacht gesagt: das, was wir als Leben wahrnehmen, ist im Endeffekt eine unglaubliche Menge verschiedener chemischer Reaktionen. Diese sind so ausbalanciert, dass sie sich zum Beispiel vermehren können oder verschiedene Stoffe, die von außerhalb dieses Systems aufgenommen werden, so umwandeln können, dass daraus Stoffe entstehen, die an anderer Stelle im System genutzt werden können. Ersteres lässt sich als Fortpflanzung bezeichnen, Zweiteres als Stoffwechsel. Wie das alles mal angefangen hat und auch wann, lässt sich leider nicht ohne Weiteres klären. Der Grund aber dafür, dass diese und nicht andere Reaktionen ablaufen, liegt darin, dass grundlegende physikalische Gesetze dafür sorgen, dass genau diese Reaktionen bevorzugt stattfinden. Die Existenz von Leben ist daher in den Naturgesetzen begründet.

Grund für die Existenz eines bestimmten Lebens

Die für die meisten sicher spannendere Frage ist die nach dem Sinn ihres Lebens. Und erwartungsgemäß gibt es darauf keine allgemein gültige Antwort. Aber es ist möglich gewisse Feststellungen zu treffen:

  1. Der Sinn eines Lebens besteht in der Regel in dem Streben nach und – im Idealfall – dem Erreichen mindestens eines Zieles. Daraus leitet sich ab, dass Ziele definiert werden müssen. Projektmanager definieren „Ziel“ als Beschreibung eines zukünftigen Zustands mit weiteren Detailangaben wie Ort, Datum und Umfang etc. pp.
  2. Kein Mensch kommt mit einem vordefinierten Ziel auf die Welt. Es ist möglich, dass äußere Einflüsse versuchen Ziele aufzudrücken, aber im Endeffekt ändert auch das nichts daran, dass es kein vordefiniertes Ziel gibt. Jeder Mensch hat demnach Wahlfreiheit.
  3. Die Wahl eines Zieles kann bei konsequenter Verfolgung großen Einfluss auf das Leben haben. Es ist daher bei der Wahl eines Zieles wichtig dies nicht leichtfertig zu tun.
  4. Sind alle Ziele erreicht, kann der Mangel an Zielen trotz des bereits Erreichtem zu einer Leere führen, die darin mündet, dass das eigene Leben als sinnlos erachtet wird. Ähnlich wie die Dinge, die wir besitzen, weniger wert erscheinen als das, was wir gerne hätten, verhält es sich auch mit Zielen: ist man am Ende der Grundschule stolz, wenn man eine Empfehlung für’s Gymnasium bekommen hat, kann dies spätestens beim Bestehen des Abiturs als lächerlich kleines Ziel wirken. Es ist daher ratsam Ziele zu suchen, die automatisch zu Folgezielen führen oder mindestens Folgeziele nicht ausschließen.

Der wohl wichtigste Punkt ist, dass jeder Mensch frei ist in der Wahl seiner Ziele. Freiheiten sind immer ein zweischneidiges Schwert, da man auf der einen Seite die Qual der Wahl hat, auf der anderen Seite keine Ziele verfolgen muss, die man nicht verfolgen will.

Ich bin kein Philosoph – betrachte die meisten ja sogar als nichtsnutzige Labertaschen – und denke trotzdem, dass es hilfreich ist das mal so aufgeschrieben zu haben.

Randbedingung

All das, was wir Menschen übereinstimmend als Realität wahrnehmen, existiert auch tatsächlich so und wir leben nicht nur in einer Traumwelt. Das ist zwar grundlegend, aber leider keine Selbstverständlichkeit. Der Punkt ist aber, dass wir nur diese eine Realität haben und uns keinerlei Daten über irgendwelche außerhalb liegenden Welten zur Verfügung stehen, zumindest keine reproduzierbaren.

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