Kreuvfs Allerweltsblog

2016-08-25

Gefrickel überall

Abgelegt unter Software von Kreuvf um 13:54:03

Softwareupdate einst ordentlich,
heutzutage lieber billig.
Einstige Zuverlässigkeit
ist heute wertlos – weit und breit.

Gefrickelt wird allerorten,
entschuldigt mit vielen Worten.
Ob unter Windows, Linux oder Mac,
unzufrieden bleibt der Nutzer weg.

Ein Bug gefixt, doch zwei hinzu,
lässt keinem Admin seine Ruh’.
QC mit VM ist ein Muss,
Mehraufwand der IT Verdruss.

Gefrickelt wird allerorten,
entschuldigt mit vielen Worten.
Ob unter Windows, Linux oder Mac,
unzufrieden bleibt der Nutzer weg.

Kernel Panic oder Bluescreen,
Klickibunti wird schon ziehen.
Aus “Wow!” ward “Oh!” und “OMG!”,
saub’re Arbeit nicht im Budget.

Gefrickelt wird allerorten,
entschuldigt mit vielen Worten.
Ob unter Windows, Linux oder Mac,
unzufrieden bleibt der Nutzer weg.

Original zuerst bei heise.de gepostet.

2016-07-17

Bist du auch ein Pokémongo?

Abgelegt unter Humor,In eigener Sache,Pokémon,Soziales Umfeld,Technologie,Wortspiele von Kreuvf um 20:04:57

Offenbar füllt dieses Jahr kein Krokodil im Rhein das Sommerloch, sondern eher ein Relaxo auf dem Weg. Auf heise wimmelt es nur so vor Pokémon-Go-Nachrichten (Beispiel), deren Nachrichtenwert in der Regel sehr gering ist. Auffällig an dem aktuellen Hype ist, dass auch Spielerkreise erschlossen werden, die zuvor nicht oder so gut wie nicht mit Pokémon vertraut waren – was man vor allem daran merkt, dass der im Deutschen falsche Plural „Pokémons“ verwendet wird, obwohl das selbst Wiktionary schon seit Langem weiß.

Obwohl ich die aktuellen Hauptreihenspiele sehr gern spiele, missfällt mir dieser Hype doch sehr. Das liegt vor allem daran, dass das Pokémon-Go-Universum abgetrennt ist vom Rest. Im Grunde ist Pokémon Go ein Ingress-Klon, nur bunter und mit Pokémon. Weil sich das aber so schön anbietet, denke ich, dass es an der Zeit ist Pokémon-Go-Spieler mit einem eigenen Wort zu bedenken.

Da ich Wortspielen sehr zugeneigt bin, liegt es daher auch nicht allzu fern, das Wort „Pokémongo“ dafür zu benutzen. Ein entsprechendes Meme, das eine Person mit Trisomie 21 zeigt, die als Pokémontrainer verkleidet ist, und den Text „Pokémongo“ enthält, erspare ich mir – gibt aber möglicherweise so oder so einen Shitstorm der Berufsempörten.

2016-06-29

Englisch ist das bessere Deutsch

Abgelegt unter Kurioses,Software,Technologie von Kreuvf um 20:56:12

So langsam kann ich aus meinen Erfahrungen mit Google Translate eine eigene Kategorie aufmachen. Heute erwischt es die deutsche Übersetzung einer japanischen Aufforderung.

Google Translate übersetzt das japanische „頑張って!“ nicht mit einer passenden deutschen Übersetzung wie „Streng' dich an!“, sondern mit dem englischen „Go for it!“, was so viel bedeutet wie „Mach' es!“.

Offenbar hat Google versucht einen Turm zu hoch zu bauen.

2016-06-25

Russische Anführungszeichen

Abgelegt unter Politik von Kreuvf um 13:02:23

Auf heise.de habe ich gerade ein Paradebeispiel für den Unterschied zwischen der Berichterstattung zu westlichen „Anti-Terror-Paketen“ und russischen „Anti-Terror-Gesetzen“ gesehen: die russischen Anführungszeichen.

Sehr gut, heise, treibt doch der AfD noch mehr Leute in die Arme.

2016-05-14

PDFs, Musik & Videos kaufen

Abgelegt unter Recht & Gesetz,Soziales Umfeld,Technologie von Kreuvf um 19:25:21

Ich habe Musik und Videos gern lokal auf der Festplatte. Während man für Musik heutzutage immerhin schon aus einem großen Angebot ohne kundenvergraulendes DRM wählen kann, sieht es an anderen Fronten leider recht karg aus. DVDs und Blurays – beide mit digitalen Kopierschutzmechanismen ausgestattet – dominieren den Offlinemarkt. Im Buchbereich gibt viel zu oft auch nur Angebote mit DRM-belasteten Dateien, die ein freies Kopieren und/oder Nutzen der bezahlten Ware erschweren oder sogar unmöglich machen können.

Streaming-Anbieter machen sich auch hierzulande breit und liefern Filme, Serien und Musik auf Abruf, ohne dass ein gesonderter physischer Datenträger benötigt wird oder eine Datei auf dem Rechner geöffnet werden muss. Einige Verlage bieten auch PDFs ihrer Bücher ohne DRM. Beispiele sind der Rheinwerk-Verlag (vormals „Galileo Computing“) und die Ulisses Medien & Spiel Distribution GmbH. Verlage für wissenschaftliche Veröffentlichungen bieten das zwar auch an, machen es aber zu halsabschneiderischen Preisen von gern mal 50 € für ein paar Seiten; selbst dann, wenn die öffentliche Hand die dahinterstehende Forschung bereits bezahlt hat! Wissenschaftler sind eben keine guten Geschäftsmänner.

Nun sind Musikdateien selbst in Form von verlustfreien FLAC-Dateien für heutige Festplattengrößen und Verbindungsgeschwindigkeiten kein Problem mehr, auch PDFs sind ähnlich klein, sodass auf einer handelsüblichen 16-GBSD-Karte tausende solcher Dateien überallhin mitgenommen werden können. Allein die Vorstellung bei einem Umzug statt einem Regal mit Büchern nur eine SD-Karte mitzunehmen, strahlt einen ganz besonderen Reiz auf mich aus.

Doch wundert es mich sehr, dass „die“ Filmindustrie offenbar kein Downloadangebot für Filme schaffen möchte, das es mir als Endkunden gestattet einen Film vollkommen legal mit sämtlichen Ton- und Untertitelspuren als MKV zum beliebigen Herumkopieren zu erwerben. Stattdessen setzt man auf die tonnenweise Produktion von DVDs und Blurays, die alle einem Alterungsprozess unterliegen, irgendwann nicht mehr funktionieren werden und letzten Endes nur aufwendig recyclebarer Plastikmüll werden. Natürlich ist es das gute Recht der Rechteinhaber die Filme nach eigenem Gutdünken zu vermarkten, aber wäre es nicht ähnlich sinnvoll wie bei Musik auch Videos zum Download anzubieten? Die illegalen Angebote florieren ohnehin und bieten dem enttäuschten Kunden das, was er haben möchte. Dass dabei eher Geld an die Anbieter des Downloads fließt als an die Rechteinhaber, ist meiner Ansicht nach aber nur zum kleineren Teil die Schuld der illegalen Anbieter.

Ich habe mich dazu entschlossen mich nicht auf Bluray und etwaige weitere Nachfolgetechnologien einzulassen. Optische Medien haben ihren Platz, aber für die Verteilung von Filmen sollte auch „die“ Filmindustrie die Zeichen der Zeit erkennen und endlich vernünftige Angebote schaffen. Ich jedenfalls werde keinen Cent in Streamingangebote investieren und verzichte lieber so lange, bis auch diese Industrie gelernt hat auf die Wünsche ihrer Kunden zu hören anstatt sie in Grund und Boden zu klagen. Des Weiteren hoffe ich, dass innerhalb der nächsten Jahre patentverseuchte MP3-Dateien in Rente geschickt werden oder der Kunde zumindest die Wahl bekommt, ob er stattdessen nicht lieber eine verlustfreie FLAC-Datei erwerben möchte.

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