Kreuvfs Allerweltsblog

2016-05-14

PDFs, Musik & Videos kaufen

Abgelegt unter Recht & Gesetz,Soziales Umfeld,Technologie von Kreuvf um 19:25:21

Ich habe Musik und Videos gern lokal auf der Festplatte. Während man für Musik heutzutage immerhin schon aus einem großen Angebot ohne kundenvergraulendes DRM wählen kann, sieht es an anderen Fronten leider recht karg aus. DVDs und Blurays – beide mit digitalen Kopierschutzmechanismen ausgestattet – dominieren den Offlinemarkt. Im Buchbereich gibt viel zu oft auch nur Angebote mit DRM-belasteten Dateien, die ein freies Kopieren und/oder Nutzen der bezahlten Ware erschweren oder sogar unmöglich machen können.

Streaming-Anbieter machen sich auch hierzulande breit und liefern Filme, Serien und Musik auf Abruf, ohne dass ein gesonderter physischer Datenträger benötigt wird oder eine Datei auf dem Rechner geöffnet werden muss. Einige Verlage bieten auch PDFs ihrer Bücher ohne DRM. Beispiele sind der Rheinwerk-Verlag (vormals „Galileo Computing“) und die Ulisses Medien & Spiel Distribution GmbH. Verlage für wissenschaftliche Veröffentlichungen bieten das zwar auch an, machen es aber zu halsabschneiderischen Preisen von gern mal 50 € für ein paar Seiten; selbst dann, wenn die öffentliche Hand die dahinterstehende Forschung bereits bezahlt hat! Wissenschaftler sind eben keine guten Geschäftsmänner.

Nun sind Musikdateien selbst in Form von verlustfreien FLAC-Dateien für heutige Festplattengrößen und Verbindungsgeschwindigkeiten kein Problem mehr, auch PDFs sind ähnlich klein, sodass auf einer handelsüblichen 16-GBSD-Karte tausende solcher Dateien überallhin mitgenommen werden können. Allein die Vorstellung bei einem Umzug statt einem Regal mit Büchern nur eine SD-Karte mitzunehmen, strahlt einen ganz besonderen Reiz auf mich aus.

Doch wundert es mich sehr, dass „die“ Filmindustrie offenbar kein Downloadangebot für Filme schaffen möchte, das es mir als Endkunden gestattet einen Film vollkommen legal mit sämtlichen Ton- und Untertitelspuren als MKV zum beliebigen Herumkopieren zu erwerben. Stattdessen setzt man auf die tonnenweise Produktion von DVDs und Blurays, die alle einem Alterungsprozess unterliegen, irgendwann nicht mehr funktionieren werden und letzten Endes nur aufwendig recyclebarer Plastikmüll werden. Natürlich ist es das gute Recht der Rechteinhaber die Filme nach eigenem Gutdünken zu vermarkten, aber wäre es nicht ähnlich sinnvoll wie bei Musik auch Videos zum Download anzubieten? Die illegalen Angebote florieren ohnehin und bieten dem enttäuschten Kunden das, was er haben möchte. Dass dabei eher Geld an die Anbieter des Downloads fließt als an die Rechteinhaber, ist meiner Ansicht nach aber nur zum kleineren Teil die Schuld der illegalen Anbieter.

Ich habe mich dazu entschlossen mich nicht auf Bluray und etwaige weitere Nachfolgetechnologien einzulassen. Optische Medien haben ihren Platz, aber für die Verteilung von Filmen sollte auch „die“ Filmindustrie die Zeichen der Zeit erkennen und endlich vernünftige Angebote schaffen. Ich jedenfalls werde keinen Cent in Streamingangebote investieren und verzichte lieber so lange, bis auch diese Industrie gelernt hat auf die Wünsche ihrer Kunden zu hören anstatt sie in Grund und Boden zu klagen. Des Weiteren hoffe ich, dass innerhalb der nächsten Jahre patentverseuchte MP3-Dateien in Rente geschickt werden oder der Kunde zumindest die Wahl bekommt, ob er stattdessen nicht lieber eine verlustfreie FLAC-Datei erwerben möchte.

2016-04-28

Content is King!

Abgelegt unter Webdesign von Kreuvf um 19:51:56

Content > alles andere.

Eine Internetseite ohne Inhalte ist höchstens ein schöner Anblick.

2016-04-20

HTTPS: Blog mit sicherer Verbindung

Abgelegt unter In eigener Sache,Software von Kreuvf um 11:42:15

Seit gestern ist dieser Blog nicht mehr nur via HTTP, sondern auch via HTTPS zu erreichen. Dadurch wird die Kommunikation vom Benutzer zum Server und umgekehrt verschlüsselt, sodass das routinemäßige Abhören von Verbindungen durch die Bösen deutlich erschwert bis unmöglich gemacht wird.

Umstellungsprobleme

Auch die Feeds sind jetzt via HTTPS zu erreichen, was aber bedeutet, dass ihr die URL des Feeds in eurem Feedreader ändern müsst. Dadurch werdet ihr zwangsläufig doppelte Einträge erhalten, zumindest war das meine Beobachtung in Thunderbird.

Da dieser Blog wie so vieles historisch gewachsen ist, habe ich Links auf meine eigenen Seiten und Blogbeiträge im Blog immer mit der vollen URL angegeben. Da der Blog ab sofort aber unter zwei Protokollen erreicht werden kann, würde die explizite Angabe des Protokolls in den Links dazu führen, dass beim Folgen von Links auf meinen Seiten ihr ständig zwischen der ungesicherten und der gesicherten Variante wechseln würdet. Ich habe dazu sämtliche URLs in relative URLs umgewandelt, sodass die Angabe des Protokolls fehlt. WordPress ist nativ leider zu scheiße (oder ich zu dumm), um sämtliche von WordPress generierten Links ebenfalls ohne Protokoll generieren zu lassen, weshalb ich früher oder später davon wegkommen werde und mir ein auf meine Bedürfnisse zugeschnittenes CMS suchen/erstellen werde.

Skript zur Umstellung

Weil ich selbst keine Lust darauf hatte meine ganzen Artikel nach Verweisen auf meine Seite(n) zu durchsuchen und das Protokoll zu verändern, habe ich mich des Kommandozeilenprogramms „sed“ und regulärer Ausdrücke bedient. Dabei herausgekommen ist folgendes Snippet, das sämtliche Verweise in den Attributen „href“ und „src“ so verändert, dass das Protokoll entfernt wird:

sed -r -i \
-e "s_href=([\"'])?https?://([a-z0-9\.]*\.)?kreuvf\.de([^\"' ]*)\1_href=\1//\2kreuvf.de\3\1_g" \
-e "s_src=([\"'])?https?://([a-z0-9\.]*\.)?kreuvf\.de([^\"' ]*)\1_src=\1//\2kreuvf.de\3\1_g" \
datenbankdump.sql

Dieses Snippet stellt keinen vollwertigen HTML-Parser dar und wurde nur mit Bash und dem von mir erzeugten HTML getestet. Das heißt insbesondere, dass

  • kein Whitespace um das Gleichheitszeichen zwischen Attributname und Attributwert vorkommt,
  • der Attributwert ausnahmslos in doppelte Anführungszeichen gefasst ist ("), auch wenn das Snippet ebenso mit einem Apostroph (') klarkommen sollte,
  • das Protokoll immer angegeben ist und
  • Verweisziele keine Leerzeichen enthalten.

„sed“ wird durch den Schalter „-r“ in den Extended-Regex-Modus versetzt, überschreibt durch „-i“ die Eingabedatei und führt den hinter dem „-e“ befindlichen Befehl aus. Der Befehl „s“ steht für „Suchen & Ersetzen“, das Suchmuster befindet sich zwischen dem ersten und zweiten Unterstrich, die Ersetzung zwischen dem zweiten und dritten Unterstrich. Der Schalter „g“ am Ende des Befehls sorgt dafür, dass „sed“ alle Treffer einer Zeile sucht und ersetzt statt nur dem ersten. Die Backslashes am Ende der Zeile gestatten es den Befehl über mehrere Zeile zu schreiben. Falls jemand Hilfe beim Anpassen des Snippets braucht, meldet euch einfach per Mail.

Das Verfahren sieht wie folgt aus:

  1. Vollständiges Datenbank-Backup anlegen, zum Beispiel mit dem Plugin „WordPress Database Backup“
  2. Snippet auf eine Kopie des Datenbank-Backups anwenden
  3. Bearbeitetes Datenbank-Backup in eine Testdatenbank einspielen
  4. Testen, ob der Blog bei Verwendung der Testdatenbank noch funktioniert (Login, Protokollabhängigkeit der Links)
  5. Bearbeitetes Datenbank-Backup in die Live-Datenbank einspielen

Sollte ich auf bislang unentdeckte Probleme stoßen, werde ich den Artikel entsprechend aktualisieren.

Warum erst jetzt?

In meinem Tarif wäre früher schon die Option gewesen einen Verschlüsselungsproxy zu benutzen. Das empfand ich aber immer als sehr unschön, da sämtliche Links dann auch immer den Proxy drin gehabt hätten. Ich habe daher darauf gewartet, dass irgendwann mal echte Zertifikate für meine Domain(s) zu erschwinglichen Preisen ohne großen Aufwand möglich werden.

Dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen und die Umstellung ist nur möglich, weil mein Webhoster, all-inkl.com, die Nutzung von Zertifikaten von Let’s Encrypt vor nicht mal zwei Wochen ermöglicht hat. Zusätzlich dazu hat Let’s Encrypt letzte Woche Dienstag den Testbetrieb verlassen.

2016-04-15

Probleme, die ich gern hätte (I)

Abgelegt unter Soziales Umfeld,Technologie von Kreuvf um 18:58:16

Für seine Doktorarbeit wertete Maier unter anderem mehrere Studien zur Facebook-Nutzung aus. Bei einer entzog er über 100 Nutzern für zwei Wochen den Facebook-Zugang. Bei manchen Nutzern stieg durch den Entzug das Stressempfinden. “Es gab einige Teilnehmer, die plötzlich nicht wussten, wie sie mit ihrer freien Zeit umgehen sollten.”

Quelle: heise.de: Facebook und Co sorgen bei Dauernutzern schnell für Stress

2016-04-05

Nicht noch mehr Blumen… oder doch?

Abgelegt unter Kurioses,Software,Technologie von Kreuvf um 11:42:19

Ich hatte ja bereits einmal mit einer Übersetzung aus dem Japanischen meine Freude an Google Translate. Was soll ich sagen? Google Translate hat wieder zugeschlagen:

Google Translate übersetzt „Er schenkte seiner Mutter nicht nochmal Blumen.“ mit „He gave his mother again flowers.“. Das ist im Englischen ein wenig holprig, aber noch viel schlimmer: die gegenteilige Aussage!

;_;

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